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Thema: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

  1. #1
    Einfaches Mitglied Land: DE

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    07.01.19

    Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    ich werde im Juni 2021 mein Amtsjahr beginnen und frage mich, wie es bisher bei den Durchgängen vor mir bzgl. der Corona-bedingten Einschränkungen gelaufen ist. Vielleicht könnte jemand davon berichten (wie lief das Amtsjahr ab, was hat sich geändert, muss/sollte man sich eine Wohnung in München nehmen, sonstige Tipps und Ratschläge?). Aktuelle Informationen seitens einer offiziellen Stelle (DPMA, BPatG oder Kammer) habe ich dazu bisher nicht wirklich finden können.

    Vielen Dank im Voraus für den Erfahrungsbericht und ein frohes neues und vor allem gesundes Jahr!


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  2. #2
    BRONZE-Mitglied Land: DE

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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    dito, über Information von frischen Absolventen wäre ich ebenfalls sehr dankbar.


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  3. #3
    BRONZE-Mitglied Land: DE

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    Avatar von TheOne320
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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Ich habe am 01. Oktober 2020 mit meinem Amtsjahr begonnen. Da das DPMA mir nicht rechtzeitig genug Informationen über das Amtsjahr unter Corona übermitteln konnte / wollte, habe ich sicherheitshalber eine Zweitwohnung in der Nähe von München angemietet.
    Alle Vorlesungen in den zwei Monaten am DPMA waren online über WebEx.
    In der ersten Phase bei der Patentabteilung beim DPMA hatte ich ein eigenes Zimmer und konnte jeden Tag ins Amt. Wenn es ging konnte ich auch von zu Hause aus arbeiten. (Geht nicht immer, da Recherchesoftware des DPMA nur Lokal vorhanden).
    In der zweiten Phase bei der Markenabteilung habe ich meine Ausbilderin nie gesehen. Wir haben einmal gemeinsam mit den anderen Kandidaten die ihr zugeordnet waren telefoniert, dann hat sie uns drei Akten geschickt, wobei wir zu zwei der drei Akten Beschlüsse schreiben sollten und ihr per E-Mail schicken. 1xEintragungsverfahren und 1xWiderspruch.
    Alle Vorlesungen in den 6 Monaten beim BPatG erfolgten online über die Software "fastviewer" (selten auch über Jitsi-Meet).
    In der dritten Phase beim Markensenat des BPatG hat mein Ausbilder nicht mal mit uns telefoniert. Er hat uns ein Haufen von Vorlagen als E-Mail geschickt und dann über ein BPatG digitales Postfach 2x Akten geschickt die wir bearbeiten sollten, also Gerichtsbeschluss schreiben. Wieder 1xEintragungsverfahren und 1xWiderspruch.
    Meine vierte und letzte Phase fängt am 01. Februar an. Offiziell müssen wir an vier Gerichtsterminen teilnehmen, 2x Gebrauchsmuster, 2x Patent. Uns wurde schon mitgeteilt, dass wir bei Gebrauchsmuster wegen den Kontaktbeschränkungen nur an einem Termin teilnehmen können. Meine gebuchten Termine für die Patentsachen sind auch noch wacklig.

    Eine Kommilitonin von mir hat sich gar keine Wohnung in München gemietet und hat gleich bei ihrer Bewerbung für das Amtsjahr reingeschrieben, dass sie bitte einen Ausbilder beim DPMA bekommt, der damit einverstanden ist, dass sie nicht jeden Tag da ist. Sie ist dann im ersten Monat maximal 1x die Woche ins Amt und hat den Rest über E-Mail / Telefon gemacht.

    Wer konkrete Fragen hat, kann mich auch direkt anschreiben.
    Geändert von TheOne320 (22.01.21 um 15:09 Uhr)


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  4. #4
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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Dito, bin auch im Durchgang Oktober 2020 dabei. Hatte mir auch ein Zimmer gemietet in München. Objektiv gebraucht habe ich es nur im Oktober bei der Patentabteilung. Seit November findet alles online und im Homeoffice statt; natürlich bis auf die Verhandlungen beim BPatG. Gott sei Dank bin ich das Zimmer Ende November wieder losgeworden. Die Verhandlungen mache ich nun per Zug mit ggf. einer Hotelübernachtung.

    Daraus jedoch Rückschlüsse über den Ablauf des Durcgangs Juni 2021 zu schließen halte ich für gewagt. Unter Umständen hat sich die Pandemiesituation im Juni wieder so stabilisiert, dass DPMA/BPatG mehr Präsenz vorsehen können. Auch euer Durchgang wird mit Unsicherheit bzw. Spontanität von Seiten DPMA/BPatG rechnen müssen.


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  5. #5
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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Moin Zusammen,

    ich würde das Thema aus gegebenem Anlass gern aufgreifen und mich mal informieren, wie die Ausbildung im Amtsjahr aktuell gehandhabt wird.

    Ich werde ab kommendem Oktober ins Amtsjahr starten. Das DPMA hat bereits durchblicken lassen, alle Veranstaltungen weiterhin online abzuhalten. Die Teilnahme an persönlichen Besprechungen sei möglich, wenn Prüfer/-in dies wünscht, darauf könne das Amt lt. eigener Aussage keinen Einfluss nehmen.

    Ich gehe davon aus, dass das BPatG ebenfalls Lehrveranstaltungen online abhalten wird. Wie seht ihr das / Was wisst ihr?


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  6. #6
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    13.12.19

    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Moin,

    ein Kandidat aus dem Juni 2021 hier. Alles Online, sowohl die Lehrveranstaltungen als auch die Betreuung. Es ist aber vieles individuell geregelt. Beim Monat in der Patentabeteilung war Home-Office nicht gewollt, der Monat bei der Markenstelle war 100% online. Beim BPatG ist wieder Home-Office angesagt.

    Für alle Nicht-Münchener ist das eine Frechheit. München ist wohnungstechnisch sowieso schon überteuert und so eine "Amtsspontanität" total fehl am Platz. Die Qualität bzw. Betreuung ab dem BPatG scheint aber schon länger im Argen zu liegen.

    Leider kann man dir nicht mehr Infos geben, ich denke das Amt weiß selbst nicht so genau, was es macht – geschweige denn > 2 Monate im Voraus.


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  7. #7
    Einfaches Mitglied Land: DE

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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Zitat Zitat von patatx Beitrag anzeigen
    Moin,

    ein Kandidat aus dem Juni 2021 hier. Alles Online, sowohl die Lehrveranstaltungen als auch die Betreuung. Es ist aber vieles individuell geregelt. Beim Monat in der Patentabeteilung war Home-Office nicht gewollt, der Monat bei der Markenstelle war 100% online. Beim BPatG ist wieder Home-Office angesagt.

    Für alle Nicht-Münchener ist das eine Frechheit. München ist wohnungstechnisch sowieso schon überteuert und so eine "Amtsspontanität" total fehl am Platz. Die Qualität bzw. Betreuung ab dem BPatG scheint aber schon länger im Argen zu liegen.

    Leider kann man dir nicht mehr Infos geben, ich denke das Amt weiß selbst nicht so genau, was es macht – geschweige denn > 2 Monate im Voraus.

    Danke für deine Erfahrungswerte. Bestätigt ein wenig meine Befürchtung, dass der Ausbildungsabschnitt nicht sinnvoll planbar sein wird. Ich empfinde es nicht nur als Frechheit, sondern auch als Armutszeugnis für DPMA und BPatG wie sich die Ausbildung nun in Coronazeiten gestaltet. Man möchte meinen, dass 1,5 Jahre Pandemiegeschehen ausreichen, um klare und vor allem einheitliche Weisungen für die aktuellen Durchgänge von Kandidaten zu formulieren...


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  8. #8
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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Laut meinem Ausbilder soll ab Oktober alles wieder in Präsenz stattfinden, was total deinem Bescheid widerspricht. Das Schlimmste ist, dass sich das Amt jegliche (spontane) Änderung vorbehält (ich denke aus Planungs-Faulheit). Ich persönlich lasse es bei jedem Abschnitt drauf ankommen und bettele um Home-Office, weil ich keine Lust habe meine Finanzen mit einer münchener Wohnung zu belasten – so qualitativ sind die Lehrveranstaltungen und die Amtszeit sowieso nicht.


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  9. #9
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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Zitat Zitat von patatx Beitrag anzeigen
    Leider kann man dir nicht mehr Infos geben, ich denke das Amt weiß selbst nicht so genau, was es macht – geschweige denn > 2 Monate im Voraus.
    Das DPMA wird dir sicher dankbar sein, wenn du ihm die weitere Entwicklung der Pandemie und der zugehörigen Regeln so detailliert vorhersagen kannst, dass sie für einen längeren Zeitraum vorausplanen können. Ich übrigens auch.


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  10. #10
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    AW: Ablauf des Amtsjahres in Zeiten von Corona

    Zitat Zitat von keta Beitrag anzeigen
    Das DPMA wird dir sicher dankbar sein, wenn du ihm die weitere Entwicklung der Pandemie und der zugehörigen Regeln so detailliert vorhersagen kannst, dass sie für einen längeren Zeitraum vorausplanen können. Ich übrigens auch.
    Es bedarf meiner Ansicht nach keiner wundersamen Glaskugel um Regelungen zu treffen, die den Kandidaten eine faire Planungssicherheit bieten. Prognosen zu einem entsprechenden Zahlenhoch im Herbst und einer Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht stehen. Wem diese Prognosen für ein (zeitweises) Festsetzen solcher Regelungen nicht ausreichen, der hat die vergangenen 1,5 Jahre unter einem Stein gelebt...

    Zitat Zitat von patatx
    Ich persönlich lasse es bei jedem Abschnitt drauf ankommen und bettele um Home-Office, weil ich keine Lust habe meine Finanzen mit einer münchener Wohnung zu belasten – so qualitativ sind die Lehrveranstaltungen und die Amtszeit sowieso nicht.
    Ich werde es auch drauf ankommen lassen (müssen). Wirtschaftlich kommt ohnehin nur eine Wohnung deutlich außerhalb Münchens plus Bahnticket in Frage.


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