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Thema: Wechsel Industrie -> Kanzlei

  1. #11
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    Avatar von Pat-Ente
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    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Das kann beides bedeuten; allerdings habe ich den Eindruck, dass Kanzleien dazu tendieren, ihre festen Mitarbeiter eher als Angestellte zu halten (um Resourcen besser planen zu können und um Scheinselbständigkeitsproblemen aus dem Weg zu gehen).

    Natürlich gibt es nach wie vor Kollegenarbeiter oder Ghostwriter; allerdings kannst Du dabei nicht generell mit einem einigermaßen konstanten Zustrom von Aufträgen rechnen, und wirst vermutlich auch eher nicht mit den interessanteren Fällen betraut.

    Was Dir offensichtlich vorschwebt, lässt sich m.E. am ehesten in einer kleineren bis mittelgroßen Kanzlei finden; um das aber dort tatsächlich zu realisieren, müsstest Du wohl Partner werden (mit den von Blood für PMZ genannten Nebenbedingungen) oder zumindest als "high potential Associate" gelten. Ob Du so eine Position erlangen kannst, hängt sehr stark von dem persönlichen Eindruck ab, den Du dort hinterlässt - sowohl fachlich als auch außerfachlich. Und eine Zulassung als Deutscher Patentanwalt wäre dabei schon sehr hilfreich (was mich zu der Frage veranlasst, warum Du in den vergangenen Jahren nicht zumindest das Hagen-Studium in Angriff genommen hast ...).


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  2. #12
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    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Ich habe den Eindruck, dass man in der Industrie mit der EP-Zulassung eher überqualifiziert und für eine Kanzlei eher unterqualifiziert (was die Vertretung betrifft) ist. Mit Hagen scheint mir das ähnlich und ohne die Deutsche Prüfung nutzt einem das ja auch recht wenig, denn man kann immer noch nicht vertreten (in der Kanzlei) und muss dann auch noch die Deutsche Prüfung ablegen. Hat man die endlich, dann kann man bei Verletzungsthemen wieder nicht agieren und braucht einen RA zur Vertretung vor Gericht ... Klingt so ein wenig nach "never ending story" .
    Geändert von franzp (24.01.18 um 14:19 Uhr)


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  3. #13

    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Natürlich kann man als deutscher Patentanwalt vor Gericht agieren und tut das auch. Es hat durchaus seinen Charme, im Team mit entsprechender Aufgabenverteilung zusammen mit einem kundigen Rechtsanwalt die Standpunkte vorzutragen und auf den ebenso arbeitenden Gegner zu reagieren.

    In Markensachen ist es sogar häufig so, dass man von einem auf diesem Gebiet weniger oder gar nicht tätigen Rechtsanwaltskollegen hinzugezogen wird; letztlich macht dann der Patentanwalt die Schriftsätze und tritt in der mündlichen Verhandlung auf und der Rechtsanwalt unterschreibt und stellt die Anträge.


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  4. #14
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    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Noch was anderes:

    Wenn man in eine Kanzlei geht, mit Zulassung für EP aber ohne DE, dann ist meine Prognose folgende: Der Verdienst wird niedriger ausfallen als in der Industrie..

    Aber wie bereits gesagt: im Zweifel helfen Vorstellungsgespräche, die eigenen Vorstellungen besser einzuordnen..

    VG


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  5. #15
    GOLD-Mitglied Land: DE

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    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Hallo Blood:

    Agieren schon, aber eben nicht selbstständig vertreten wie ein RA, der im Prinzip ohne technischen Hintergrund von vorneherein alles kann (auch vor dem EPA vertreten). Die Patent-Verletzungsfälle laufen ja vor den LG, OLG ab und m.W. vertritt dort ausschließlich der RA und der PA darf etwas dazu sagen, obwohl er ja auch die ZPO in Hagen gepaukt hat. Ich finde das halt alles etwas unbefriedigend für den ganzen Aufwand - aber ist nur meine persönliche Meinung.


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  6. #16
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    Avatar von Pat-Ente
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    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Korrektur: Der RA darf das alles, das bedeutet aber noch nicht, dass er es auch kann. Wie viele Rechtsanwälte hast Du schon selbständig vor dem EPA agieren gesehen? Und wie Blood für PMZ erwähnt hat, ist der PA auch im Verletzungsverfahren nicht nur der Hilfsarbeiter des Rechtsanwalts. Ganz im Gegenteil, ein entsprechend erfahrener RA weiss schon, dass er ohne den PA unter Umständen ganz schön auf verlorenem Posten steht. Dazu kommt noch, dass in einem gepflegten Verletzungsstreit in aller Regel auch eine Nichtigkeitsklage eingelegt wird, und hier ist wieder der Patentanwalt in erster Linie gefragt.

    Wie auch schon geschrieben wurde: Die Deutsche Zulassung ist ganz einfach die Voraussetzung dafür, diese ganzen netten Tätigkeiten freiberuflich ausführen zu dürfen. Ja, das ist ein ganz schöner Aufwand ... aber man muss das ja nicht machen, man kann auch ganz brav an seinem Schreibtisch in der Industrie bleiben. Übrigens kann man auch als Angestellter und "nur EPA" zusammen mit einem Rechtsanwalt an Verletzungsverfahren (für den Arbeitgeber und verbundene Unternehmen) arbeiten; die Gerichte lassen Dich da sogar durchaus reden. Die Frage ist eher, ob Dein Arbeitgeber Dich da hinschickt, oder ob Du selbst Dir das zutraust ...


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  7. #17

    AW: Wechsel Industrie -> Kanzlei

    Hallo franzp,

    dafür tritt ein Rechtsanwalt mit sehr wenigen zugelassenen Ausnahmen nie vor dem Bundesgerichtshof auf, als Patentanwalt dagegen hast Du dieses Vergnügen schon gelegentlich und ich habe von meinem Rederecht dort schon durchaus Gebrauch gemacht.

    Es ist imho ziemlich egal, wer was darf, wenn in der Praxis fast immer doch je ein Patentanwalt und ein Rechtsanwalt auftreten, bei vielen Streitfällen aufgrund der Wichtigkeit sogar gleich mehrere von beiden Sorten. Ich empfinde auch keinerlei Nachteil gegenüber dem mit mir vertretenden Rechtsanwalt. Man sollte weniger Zeit mit dem Ärgern über Probleme verbringen und mehr Zeit mit dem Lösen derselben.

    Umgekehrt: Du darfst dank Deiner bestandenen EQE in Rijswijk auftreten, aber das passiert nach Deinen Angaben gar nicht. Das ist schade. Versuche doch, das Problem hausintern zu lösen.


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