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Thema: Niederlassung Ausland

  1. #1
    SILBER-Mitglied Land: DE

    20 Renommee: 10 10


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    Niederlassung Ausland

    Hi,

    ist es sinnvoll sich im Ausland als PA mit dt. Zulassung niederzulassen bzw. besteht ein-wie-auch-immer-gearteter Bedarf hierfür im Ausland (wo z.B. ?) ?

    Vg


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  2. #2
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    Avatar von Ah-No Nym
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    AW: Niederlassung Ausland

    Hi

    Also wo du sicher gerne willkommen bist, ist China... aber sicher nicht als Neugründer einer eigenen Kanzlei.

    In Japan suchen sie auch ab und an DE Patentanwälte.

    Schweiz wäre noch eine Idee, aber die CH Kollegen fänden das evtl. nicht so gut. Grundsätzlich wohl die Grenzregionen.

    Vile Glück und Erfolg !

    Ah-No Nym


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  3. #3
    KT-HERO Land: CH

    162 Renommee: 40 Renommee: 40 Renommee: 40 Renommee: 40 Renommee: 40 Renommee: 40 Renommee: 40 40

    Avatar von hyperandy
    Registriert seit:

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    AW: Niederlassung Ausland

    Zitat Zitat von Ah-No Nym Beitrag anzeigen
    Schweiz wäre noch eine Idee, aber die CH Kollegen fänden das evtl. nicht so gut. Grundsätzlich wohl die Grenzregionen.
    Es gibt genug DE-Kollegen in der Schweiz, ich kann da keine Einschränkungen erkennen. Die DE Ausbildung ist hier auch sehr anerkannt. Zumal die CH-Ausbildung sicher nicht vergleichbar ist. Und auf die Grenzregionen muss man sich sicher nicht beschränken. Warum auch? Nur im Moment gibt es eben nicht viele Stellen.

    Aber auch in UK ist die DE-Ausbildung sehr angesehen. Der Brexit macht das natuerlich nicht sehr attraktiv. Ich kenne auch spezielle FR-Kanzleien, die immer wieder DE-Anwaelte suchen und auf deren Wissen bauen (z.B. Deutsche Kunden).

    Grundsaetzlich gilt aber, home is, where your heart is. Mit der DE-Asubildung hat man eine gute Grundlage und kann sich in eine Richtung oder Region entwickeln, die einem liegt. Beispiele dafuer gibt es genug.


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  4. #4
    SILBER-Mitglied Land: DE

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    Registriert seit:

    02.04.15

    AW: Niederlassung Ausland

    Schonmal vielen Dank!
    Bei mir ist es noch etwa zwei Jahre hin, bis ich die Ausbildung beginnen würde aber mittel- bzw. langfristig zieht es mich eher ins Ausland. Und da frage ich mich diesbzgl. ob es sinnvoll ist, eine entsprechende Ausbildung hierzulande zu absolvieren (und im Ausland ggf. etwaiges nachzuholen) oder direkt vollumfänglich im Ausland.
    Also wenn dann schon Europa/Nordamerika, vlt. Lateinamerika (glaube aber nicht, dass da entsprechend Bedarf ist ?).
    Was meint ihr ?


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  5. #5
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    Avatar von ConfoosedPhysicist
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    AW: Niederlassung Ausland

    Generell sollte man bedenken, dass die Ausbildung zum Patentanwalt mit Recht zu tun hat. Recht ist Sache des Staates, in dem man sich niederlassen will. Staaten sind, wie Menschen auch, recht eigen mit dem, was zuhause zu passieren hat. Wenn man also im Patentwesen im Ausland arbeiten will, ist es sicher sinnvoll, schon in der Ausbildung das Recht des Staates, in dem man sich niederlassen will, in Betracht zu ziehen. Die Ausbildung sollte sinnvoll also im angestrebten Staat der Niederlassung selbst (oder wenigstens in einem Staatenverbund, zu dem der Zielstaat gehört) oder in Deutschland in einer Kanzlei mit starkem Bezug zum jeweiligen Land erfolgen. Das setzt natürlich voraus, das man weiss, wo man eigentlich hin will.


    Zu Lateinamerika möchte ich noch anmerken, dass ich glaube, vor Jahren einmal die Information gefunden zu haben, dass in Mexiko der Beruf des Patentanwalts gar nicht existiert - Rechtsanwälte erledigen das dann mit, wenn es denn vorkommt. Es kann natürlich sein, dass es mittlerweile anders aussieht. Ich würde aber zur Sicherheit davon ausgehen, dass in solchen Staaten der Begriff des Patentanwalts eher seltener bekannt ist als in Deutschland. Der Bedarf nach einem Patentanwalt mit deutscher Ausbildung dürfte sich dann auch eher in Grenzen halten.


    Ansonsten noch viel Erfolg bei der Laufbahnplanung


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  6. #6
    SILBER-Mitglied Land: DE

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    02.04.15

    AW: Niederlassung Ausland

    Das ist richtig, das macht es auch leider etwas schwierig (voraus-)zuplanen. Zumindest habe ich mich mit meiner Partnerin schonmal etwa auf Südeuropa oder Südafrika einigen können. Im Gegensatz zu mir ist sie mit ihrer Promotion auch schon fertig Das ist gewiss ein ziemlicher Unterschied und gerade bei letzterem müsste man sich erstmal intensiv damit auseinandersetzen (zudem Südafrika von Einwanderern bereits recht starke Vorstellungen hat).
    USA wäre prinizpiell auch ok, allerdings bin ich da skeptisch wegen dem Sozialstaat aber das ist wohl eher ein Thema für ein explizites Auswandererforum

    Dass man sich mit der Ausbildung dann direkt auf ein Land quasi festlegt, macht es schon recht schwierig, das abzuwägen. Es ist also nicht sooo üblich, dass in einem anderen Land Bedarf für ausländisches Patentrecht herrscht ?
    Also würde z.B. eine Firma hierzulande, die in den USA etwas auf den Markt bringen möchte oder sonstwie von dem Patentrecht dort Gebrauch machen will, sich dort an einen entsprechenden Anwalt wenden ? Und vice versa eben ?


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  7. #7
    KT-HERO Land: DE

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    Avatar von Asdevi
    Registriert seit:

    04.06.12

    AW: Niederlassung Ausland

    Zitat Zitat von Progressive Beitrag anzeigen
    Dass man sich mit der Ausbildung dann direkt auf ein Land quasi festlegt, macht es schon recht schwierig, das abzuwägen. Es ist also nicht sooo üblich, dass in einem anderen Land Bedarf für ausländisches Patentrecht herrscht ?
    Also würde z.B. eine Firma hierzulande, die in den USA etwas auf den Markt bringen möchte oder sonstwie von dem Patentrecht dort Gebrauch machen will, sich dort an einen entsprechenden Anwalt wenden ? Und vice versa eben ?
    Ich möchte mal auf §25 I PatG verweisen:

    Wer im Inland weder Wohnsitz, Sitz noch Niederlassung hat, kann an einem in diesem Gesetz geregelten Verfahren vor dem Patentamt oder dem Patentgericht nur teilnehmen und die Rechte aus einem Patent nur geltend machen, wenn er im Inland einen Rechtsanwalt oder Patentanwalt als Vertreter bestellt hat, der zur Vertretung im Verfahren vor dem Patentamt, dem Patentgericht und in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, die das Patent betreffen, sowie zur Stellung von Strafanträgen bevollmächtigt ist.

    Wenn du also z.B. in Südafrika arbeiten willst, dann muss dein südafrikanischer Mandant für ein Verfahren vor dem deutschen Patentamt zusätzlich zu dir noch einen Inlandsvertreter in Deutschland bestellen, der auch Rechts- oder Patentanwalt sein muss. Die naheliegende Frage, die er sich stellen wird, wird dann sein, wozu er dich eigentlich braucht.

    Vor dem Europäischen Patentamt gelten ähnliche Regeln. Da ist es sogar so, dass man als Europäischer Vertreter überhaupt nur eingetragen werden kann, wenn man seinen Geschäftssitz in einem Vertragsstaat hat. Wenn du in Südafrika wohnst, kannst du also überhaupt niemanden in Verfahren vor dem EPA vertreten.

    Ich nehme an, dass es im Ausland ähnliche Vorschriften geben dürfte, so dass auch der umgekehrte Fall nicht immer einfach ist.


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  8. #8
    KT-HERO Land: DE

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    Avatar von Pat-Ente
    Registriert seit:

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    AW: Niederlassung Ausland

    Zitat Zitat von Progressive Beitrag anzeigen
    Dass man sich mit der Ausbildung dann direkt auf ein Land quasi festlegt, macht es schon recht schwierig, das abzuwägen. Es ist also nicht sooo üblich, dass in einem anderen Land Bedarf für ausländisches Patentrecht herrscht ?
    Also würde z.B. eine Firma hierzulande, die in den USA etwas auf den Markt bringen möchte oder sonstwie von dem Patentrecht dort Gebrauch machen will, sich dort an einen entsprechenden Anwalt wenden ? Und vice versa eben ?
    Sagen wir mal so: Natürlich besteht in jedem Land auch Interesse an ausländischem Patentrecht. Eine derartige Zulassung wird als Zusatz zur inländischen mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen, nur eine ausländische zu haben reicht aber oft nicht aus. Wenn jemand z.B. deutscher Patentanwalt ist und zusätzlich US patent agent, so ist das in Deutschland durchaus gerne gesehen und erhöht den Marktwert, als "nur" US patent agent hingegen ist man auf spezielle Stellen beschränkt (das braucht eben nicht jedes Unternehmen/jede Kanzlei) und kann sich auch nicht selbständig niederlassen. Das dürfte in den meisten Ländern ähnlich sein.

    Aber um es mal wieder ins positive zu drehen: Mit einer Ausbildung zum deutschen und/oder europäischen Patentanwalt macht man m.E. auch nicht viel falsch. Gewisse Grundlagen (Anmeldungen schreiben, Bescheide beantworten, mit Mandantenanforderungen zurechtkommen etc.) kann man auch anderswo anwenden, und es fällt dann auch leichter, sich in ein anderes Rechtssystem einzuarbeiten.
    Und natürlich wäre man als zugelassener Europäischer Patentanwalt in Südeuropa gut einsetzbar und zumindest für die dortigen Unternehmen interessant.


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  9. #9
    SILBER-Mitglied Land: DE

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    AW: Niederlassung Ausland

    Alles klar, danke!
    Dann hat sich das ja schonmal recht stark auf Südeuropa eingegrenzt bzw. jedenfalls Europa..


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  10. #10
    SILBER-Mitglied Land: DE

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    02.04.15

    AW: Niederlassung Ausland

    Wie aufwändig ist es denn, wenn man folgendes anstrebt:

    Zulassung in Deutschland
    Europaweit
    USA

    Ich überlege, wie man wohl bemerkt, seit geraumer Zeit und es fällt mir etwas schwer mich auf ein Land festzulegen. Zumal ich gerade mit der Promotion einiges zu tun habe und mir daher sowohl Zeit, als auch Mittel fehlen, die Länder der Welt auf alle Eventualitäten abzuklopfen (damit meine ich auch, dass man, bevor man in anderes Land zieht, es sich dort ja wenigstens mal umgesehen haben sollte).
    Hinzu kommt, dass Englisch Wissenschaftssprache ist, und die USA daher im Grunde für mich durchaus eine Möglichkeit wären. Bis ich andere Sprachen entsprechend verhandlungssicher beherrsche.. und die USA haben ja auch warme Gebiete, was ja erstmal meine primäre Intention ist. Daher wäre eine Ausbildung zum Patentanwalt hierzulande mit späterer Übersiedlung und Zulassung gar nicht so verkehrt, da ich dann immer noch etwas flexibel bezüglich meiner Wirkungsstätte wäre ?!
    Je nachdem, wie aufwändig das alles in sich dann eben ist..?

    Und ich werde mich auch mal über Brasilien erkundigen, da gibt es ja noch "deutsch-affine" Gebiete, was das Zurechtfinden erleichtern könnte.


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